"MADAME BUTTERFLY" -  Belasco / Loydolt

Wiederaufnahme 2023 im Theater Center Forum


WAS MACHT DIESE PRODUKTION SO EINZIGARTIG?

  • Sie werden dieses Stück nirgendwo auf der Welt sehen können, außer in Wien 2023
  • Manfred loydolt hat die alleinigen Rechte für die Übersetzung des Stückes "Madame Butterfly" von David Belasco
  • Das ist das Stück, das PUCCINI in London gesehen hat und das die Grundlage für seine OPER "MADAMA BUTTERFLY" darstellt. ALSO EIN MUSS FÜR OPERNFREUNDE, aber auch für Theaterinteressierte, die etwas Besonderes suchen
  • Es wird die Psyche einer Frau zwischen zwei Kulturen in einzigartiger Weise beleuchtet

WORUM GEHT ES IN DIESEM STÜCK?

  • Die verarmte Tochter eines japanischen Fürsten, der um sein Gesicht bewahren zu können, die heilige Handlung des Seppuku vollzogen hat, sieht sich gezwungen, um ihre Familie ernähren zu können, als Kurtisane Geld zu verdienen.
  • Eine chinesische Puffmutter verschafft ihr den ersten Auftrag: Sie solle einem amerikanischen Marinesoldaten als ‚Ehefrau‘ zugehen.
  • Da sie aber als Tochter aus gutem Haus nicht das Denken und Handeln einer Prostituierten hat, passiert es ihr das, was ihr nie passieren hätte dürfen: sie verliebt sich Hals über Kopf in den amerikanischen Offizier.
  • Und diese Liebe wird zur fixen Idee, noch lange nachdem der Offizier, der sie in einer japanischen Zeremonie geheiratet hat, sie wieder verlassen hat.

DER REGIEANSATZ VON MANFRED LOYDOLT

  • Der Übersetzer und Regisseur Manfred Loydolt geht von der oben beschriebenen fixen Idee aus, die sich die verlassene Frau von niemandem ausreden lässt  – weder von dem etwas überforderte Konsul noch dem Fürsten, der sie in Angedenken an ihren Vater, seinen guten Freund, zur Versorgung heiraten möchte, noch von der mütterliche Dienerin, die sie dazu bewegen möchte, ein normales Leben zu führen.  
  • Daraus entwickelt er Cho-cho-sans Weg in den Wahnsinn, in den sie im weiteren Verlauf immer mehr abdriftet.
  • Manfred Loydolt führt die sie umgebenden Figuren als böse und ihr feindlich gesinnt aus.
  • Er benutzt Cho-Cho-Sans Sichtweise, um ihr Schwanken zwischen Traumwelt und Realität, ihren allmählichen Realitätsverlust, der sie sich als unverstanden und von allen belogen fühlen lässt, noch intensiver darstellen zu können.
  • Dabei wollen ihr die Anderen, außer der Puffmutter, aus deren Sichtweise nur helfen und verzweifeln am Starrsinn von Cho-cho-san.
  • Es geht also hier auch um Missverständnisse, die bis zum Schluss nicht aufgeklärt werden können, und die psychologische Zeichnung einer Entwurzelung, die schlussendlich in Einsamkeit und Tod mündet.
  • Manfred Loydolt beschwört neben diesen traumatischen Verhaltensmustern die Stimmung des Nagasaki um 1900 herauf, als sich Japan langsam der westlichen Welt zu öffnen begann.
  • Er legt viel Wert auf die japanische Tradition (originale Kimonos, Teezeremonie etc.), die im Gegensatz zu der psychologischen Figurenführung steht.
  • Das Bühnenbild ist bewusst einfach gehalten, um diesen Gegensatz noch mehr in Szene zu setzen. Bei der Umsetzung seines Konzepts stehen 

 

 


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